Liebe Kollegin, lieber Kollege,
hier finden Sie Pressemitteilungen, Bildmaterial zum Herunterladen und Hintergrundinformationen zur aktuellen Kampagne der ver.di Jugend.
Berlin/Frankfurt, 20. Januar 2010: Am 13. Februar, dem Jahrestag der
Bombardierung Dresdens 1945, werden wieder tausende Neo-Nazis durch die
Straßen der Elb-Metropole ziehen. Das will das Bündnis „Dresden-Nazifrei“
verhindern und ruft mit Plakaten zur Blockade des Nazi-Aufmarschs auf. Darin
sah die Dresdener Staatsanwaltschaft eine kriminelle Handlung und ließ am
Dienstag die Räume des Bündnisses in Dresden sowie den Berliner Szene-
Laden „Red Stuff“ durchsuchen.
ver.di Jugend plädiert für eine neue Bildungspolitik
Berlin, 17. Oktober 2009. „‚Einbildungsrepublik’ ist das, was ist, aber nicht sein soll. ‚Bildungsrepublik’ ist das, was sein soll, aber lange nicht ist.“, konstatiert Ringo Bischoff, Bundesjugendsekretär der ver.di Jugend, anlässlich der heute bundesweit laufenden Streiks. „Die Bundesregierung ist gut beraten, Soll und Haben endlich auf die Reihe zu kriegen. Auch und gerade in Sachen Bildung und Ausbildung.“
Am Vormittag noch führten 200 Jung-Gewerkschafter mit Passanten in der Innenstadt von Erkner intensive Debatten. Übernahme nach der Ausbildung bewegt die Menschen, nicht nur hier. Am Nachmittag dann schaffte es eine 50-Köpfige Delegation ins Kanzleramt. Und übermittelte dort Glückwünsche aller Auszubildenden der neuen Regierungschefin: „Sie haben drei Monate Probezeit. Dann sehen wir weiter.“
Berlin, 30. Oktober 2009. Die 4. Bundes-JAV Konferenz tagte diesen Mittwoch bis Freitag in Erkner bei Berlin. Unter dem Motto „Ziel Übernahme“ rüsteten sich Jugend-Auszubildenden-Vertreter und -Vertreterinnen aus dem ganzen Land für anstehende Aktionen und Kämpfe zu Hause in den Betrieben. Wissensvermittlung und Weiterbildung zu diesem Thema standen hoch im Kurs. Der Praxistest für öffentlichkeitswirksame Aktionen erfolgte heute in der innerstädtischen Fußgängerzone. Und im Kanzlerinnenamt.
„Liebe Frau Merkel, Sie haben jetzt drei Monate Probezeit.“ Mitglieder der ver.di Jugend präsentierten am Mittwoch zur Wiederwahl von Bundeskanzlerin Angela Merkel eine überdimensionierte Glückwunschkarte. Und fügten – ganz in Arbeitgebermanier – hinzu: „Dann sehen wir weiter.“
Berlin, 28. Oktober 2009. Pünktlich zur feierlichen Vereidigung im Bundestag erinnerte die Jugendorganisation der Dienstleistungsgewerkschaft ver.di vor dem Reichstagsgebäude Regierungschefin Angela Merkel an ihre Verantwortung für die junge Generation.
Mit einer elektronischen Postkarte („E-Card“) an Bundeskanzlerin Angela Merkel und weitere Politiker haben der ver.di-Vorsitzende Frank Bsirske und die Vorsitzende des Gewerkschaftsrats Monika Brandl heute eine bundesweite Aktion gestartet, bei er es um die Zukunftsperspektiven von Jugendlichen geht. Im Mittelpunkt steht ein Aufruf an Bundes- und Landespolitiker, der die Ausbildungsplatzsituation der Jugendlichen thematisiert. Die Aktion ist Teil der Kampagne „Was soll Politik?“ der Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di)
Berlin/Frankfurt, 13. September 2009: Deutschland hat einen neuen Polizeiskandal: Am späten Samstagnachmittag ist die Polizei auf der Datenschutz-Großdemonstration „Freiheit statt Angst“ mit brutaler Härte gegen Passanten vorgegangen und hat diese offenbar grundlos ernsthaft verletzt. Der Vorfall ist filmisch ausführlich dokumentiert, das Video kursiert seit Samstagabend im Internet. In einer gemeinsamen Erklärung fordern die Jugendorganisation der Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft und die IG Metall Jugend nun die sofortige Einsetzung eines unabhängigen Untersuchungsausschusses durch die Bundesregierung.
Samstagmittag in Konstanz am Bodensee… Das friedliche Städtchen erlebt ein irritierendes Schauspiel: Rund 200 junge Gewerkschafter, bewaffnet mit Leitern, Papprollen und Werkzeug, verwandeln die Innenstadt in eine politische Kreativwerkstatt. Mit im Visier: Die Wahlplakate der Parteien zur Bundestagswahl.
Mit einer spektakulären Lichtaktion am Reichstag setzt
ver.di Jugend ein Fanal für Jugendinteressen
Berlin, 13. August 2009: Am Donnerstagabend ging dem Deutschen Bundestag ein Licht auf. Mit einer offensiven Licht-Aktion am Reichstag fragt die ver.di Jugend zum Auftakt der heißen Wahlkampfphase: „Was soll Politik?“. Die Nacht-und-Nebel-Aktion der Gewerkschaftsjugend ist Teil ihrer Kampagne für die Interessen der jungen Generation.
NPD verzahnt ihren Wahlkampf gezielt mit Straßenterror und Gewaltdrohungen
Kaum hat der Wahlkampf begonnen, schon wird er dreckig: Mit öffentlichen Gewaltdrohungen und Straßenterror reagiert das Umfeld der rechtsextremen NPD auf eine Aktion der ver.di Jugend vom vergangenen Donnerstag in der sächsischen Landeshauptstadt Dresden. Seit Montag predigen einschlägige Internetforen nun den „Hass auf scheinheilige Demokraten“ und propagieren Hinrichtungen als legitimes Wahlkampfmittel.
„Handschellen für uns Ganoven“ oder „Vernunft statt NPD“:
Die Passanten in der Dresdener Innenstadt staunten Donnerstagabend nicht schlecht, als sie im Vorbeigehen einen Blick auf die Wahlplakate der NPD zum Landtagswahlkampf in Sachsen warfen.
Junge Gewerkschafter beim AdBusting
Fotografie: Sven EhlersDownload von sendefähigem Filmmaterial
(ca. 307MB, mpeg2, 4:3 anamorphotisch, auf 16:9 entzerren, 9Mbit/s, 48 khz Audio)
Artikel zu „Was soll Politik?“ in der neuesten Ausgabe der ARENA, dem Magazin der ver.di Jugend
"Denken schadet der Zukunft der CDU“ oder „Damit wir auch morgen noch kräftig in ihr Portemonnaie beißen können“. Diese Slogans stammen nicht aus der Wahlkampfzentrale einer Partei oder einer Kreativagentur für politische Kommunikation. Nein, diese Slogans haben sich politisch aktive Menschen ausgedacht, die mit sogenanntem `political adbusting´ kreativ in den Wahlkampf eingreifen wollen.
Frage: Ringo, ihr wart gerade mit einer Gruppe Aktiver in Dresden unterwegs und habt die Wahlplakate der NPD „begutachtet“. Was war da los?
Antwort Ringo: Zunächst mal – aktiv zu sein gegen Rechtsextremismus, Rassismus und Fremdenfeindlichkeit ist fester Bestandteil der Arbeit von ver.di Jugend. Wo immer die Neonazis sich zeigen sind wir da – und halten dagegen. Ganz konkret sind in Sachsen Ende August Landtagswahlen und die NPD geht mit viel Wahl-Werbung ins Rennen. Bei der letzten Landtagswahl haben sie in Sachsen 9,2 Prozent der Stimmen bekommen. Bei den Kommunalwahlen vor einigen Wochen haben sie in Gera, Eisenach und Weimar Sitze in den Stadtparlamenten erhalten und konnten bei den Gemeinderatswahlen insgesamt mehr als 60 Mandate erobern. Das sind alarmierende Zahlen. Wir als ver.di Jugend wollen jetzt zeigen, was wir von den rechten Parteien halten. Wir wollen deutlich machen, dass sich unter dem Deckmantel einer vermeintlich demokratischen Partei Verbrecher verstecken. Die NPD versucht, die sozialen Probleme der Menschen aufzugreifen und für ihre antisemitische und nationalistische Propaganda zu nutzen. Das lassen wir nicht zu!
Frage: Gerade läuft eure aktuelle Kampagne „Was soll Politik?“ Worum genau geht es da?
Antwort Ringo: „Was soll Politik?“ ist die aktuelle Kampagne der ver.di Jugend, die wir ganz bewusst im sogenannten Super-Wahljahr 2009 gestartet haben. Die Wirtschaft steckt in der tiefsten Krise seit langem und die Politik ist da mit in der Verantwortung.
Wir haben aber den Eindruck, dass die Politikerinnen und Politiker ihrer Verantwortung nicht gerecht werden. Mit der Kampagne wollen wir daran erinnern, dass sie eine Aufgabe haben, und die besteht auch darin, sich für die Bedürfnisse, Fragen, Wünsche und Ängste der Menschen zu interessieren und diese auch ernst zu nehmen.